Hier eine Übersicht meiner bisherigen Lesungsorte. (kursiv: wo ich immer mal wieder zu Gast sein durfte)

 

 

Potsdam Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Potsdamer Yachtclub, Unibibliothek Campus Neues Palais, Buchhandlung am Neuen Palais Sanssouci, Brandenburgisches Kultur- und Weinkontor, Buchhandlung Schweitzer Fachinformationen Werder Restaurant Arielle Oranienburg, Stadtbibliothek Eichwalde Alte Feuerwache Blankenfelde-Mahlow Kulturverein Blankenfelde / Blankenfelder Buchhandlung Königs Wusterhausen Stadtbibliothek Zossen Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf Frankfurt/Oder Stadtbibliothek (Kurze Nacht der Künste) Paretz Paretzer Scheune Prenzlau Dominikanerkloster Angermünde Ehm-Welk-Buchhandlung Schwedt Stadtmuseum Templin Glashütte Annenwalde Liebenberg Literaturherbst Neuruppin Fontane-Buchhandlung, Tempelgarten Rheinsberg Kurt-Tucholsky-Buchhandlung, Kurt-Tucholsky-Literatur-Museum Wittstock Stadtbibliothek Wittenberge Stadtbibliothek Martin Andersen Nexö Perleberg Stadtbibliothek Pritzwalk Stadtbibliothek, Kulturhaus Putlitz Burgkeller, Herrenhaus, Gaststätte "Zur Endstation" Meyenburg Modemuseum Suckow Kramer & Kutscher Salzwedel Kulturhaus Gardelegen Stadtbücherei Magdeburg Theater Minden Preußen-Museum NRW in der ehem. Defensionskaserne am Simeonsplatz Hannover Schauspielhaus Braunschweig Augustinum (Krimifestival) Goslar Museum Weltkulturerbe Rammelsberg, Ratsdiele, Hotel Kaiserworth Erfurt Hotel Zumnorde / Buchhandlung Peter Peterknecht Schloss Voigtsberg Oelsnitz/Vogtland (Krimitage Vogtland) Fulda Vonderau-Museum (Festival Leseland Hessen) Marburg Hinterländer Brauhaus Wolzhausen (Krimi-Festival) Mainz Theater-Festival KUZ Karlsruhe Schloss (Krimitage) Stuttgart Haus der Wirtschaft Tübingen Buchhandlung Die Gruppe Hechingen/Hohenzollern Fecker Wesel Preußenmuseum (Wesel liest) Bad Münstereifel Restaurant "Alte Gerberei" (Krimifestival) Bad Krozingen Stadtbücherei Brocken i. Harz Museum (Abschlusslesung Festival MordsHarz) Berlin Chamäleon, UFA-Fabrik, Volksbühne (Roter Salon), Tempodrom, Hilton, Westin Grand, Märkisches Museum, Salonbuchhandlung im Tucher, Bücher am Nonnendamm, Lehmanns Fachbuchhandlung, Schloss Charlottenburg, Karstadthaus Kudamm, Thalia Spandau, ZLB Berlin, Jagdschloss Grunewald, Schloss Glienicke, Reinickendorfer Krimi-Nacht, Humboldt-Bibliothek Reinickendorf, Hohenzollerngruft im Berliner Dom, Kapelle auf dem Alten Domfriedhof St. Hedwig, Große National-Mutterloge zu den drei Weltkugeln, Ahorn-Grieneisen (Sarglager), Krimi-Buchhandlungen Miss Marple und totsicher, Susanne Mendes Krimisalon, Medizinhistorisches Museum der Charité (Ruine des Rudolf-Virchow-Hörsaales), Schönwalder Kriminacht, Restaurant Dicker Engel/Alt Moabit

 

 

Die Weißweine schön artig, auch ungewöhnlich: Kernling (Wachtelberg/Werder), Goldriesling + Phönix (Grano), Roter Riesling (Wolkenberg). Nur die Rotweine haben nicht mitgespielt. Der Regent aus Klein-Oßnig war schal bis mörderisch, der aus Neutöplitz eine Nagellackentfernerkatastrophe. Lustig war's auf jeden Fall!

Ein freundlicher Saal in einem der Bildung und Kultur gewidmeten Haus (errichtet 1949/50 aus Resten des zerbombten Blankenfelder Neorenaissanceschlosses auf den Grundmauern des früheren Gutsverwalterhauses). Langustier durfte - vielleicht ein letztes Mal - beim Großen König vorsprechen und eine Flasche Rose de Flavigny stibitzen.

Vor der wunderschönen Nachtlesung am Densower See hinter der Glashütte Annenwalde (1.9.16)

© MOZ/Oliver Voigt


Mörderische Zeitreise ins Berlin des Alten Fritz

Angermünde (MOZ) Am bundesweiten Vorlesetag wurden nicht nur kleinen Zuhörern Geschichten erzählt. Auch große Bücherfreunde konnten sich am Freitag etwas vorlesen lassen. In Angermünde übernahm diese Aufgabe der preisgekrönte Autor Tom Wolf. "Wir hatten uns lange bemüht, den Verfasser der Preußen-Krimis hierher zu kriegen", begründet Buchhändlerin Karla Schmook ihre Wahl. "Und viele Kunden hatten uns gespannt gefragt: Wie sieht ein Krimiautor aus?"

Die Möglichkeit, sich davon zu überzeugen, bestand in der erst kürzlich vom Deutschen Buchhandel als "hervorragend" ausgezeichneten Verlagsbuchhandlung Ehm Welk. Und was passt besser in diese triste Jahreszeit, als sich mit einem guten Krimi auf die Couch zurück zu ziehen.

Im Repertoire des Schriftstellers Tom Wolf finden sich dafür gleich dreizehn Bände, in denen sein Hofküchenmeister Honoré Langustier im Auftrag des Preußenkönigs Verbrechen aufklärt. Dabei war das Berlin des 18. Jahrhunderts "Dank der Wacht habenden Garnison, Polizisten, 18 Nachtwächter und von September bis Mai brennenden Straßenlaternen so sicher, dass man eher an Herzverfettung und Langeweile" starb. Auch im jüngsten Werk "Nachtviolett - Viel Mord um nichts" rankt der studierte Literaturwissenschaftler fiktive Verbrechen um wahre historische Fakten und Personen. Die Gelder der Salzkasse im Berliner Schloss werden gewaltsam geraubt und der "Hofküchenmeister in Rente", der einst Friedrich II. aus dem Elsass nach Berlin folgte, wird mit seinen achtzig Jahren erneut zum Geheimermittler. Begleitet wird er von Urenkelin Gerardine, der Wolf in drei weiteren Preußen-Krimis eine eigene Ermittlerkarriere unter Königin Luise verschreibt und gleichzeitig die beginnende Emanzipation einfließen lässt.

Ingesamt zeichnen sich die Wolf-Werke dadurch aus, nicht nur zu unterhalten, sondern außerdem Wissenswertes über die Gewohnheiten, Sitten und Kochkünste dieser Zeit zu vermitteln. So erfährt der Zeitreisende, dass ihn in den "hiesigen Logements" der Kategorie Drei "ein Schlafsaal zu mehreren nach hinten raus mit Kornkaffee und trockener Schrippe für sechs Groschen" erwartet hätte, während man in der Kategorie Eins in einem Zimmer für ein bis zwei Personen übernachtet hätte und des morgens Bohnenkaffee mit feuchter Schrippe Wurst, Käse und Konfitüre für einen Reichstaler gefrühstückt hätte.

Tom Wolf, der auch Stadtschreiber in Rheinsberg war, kann getrost auf die heute üblichen Schockeffekte einer sezierenden Beschreibung des Tathergangs verzichten. Wohlgeformte und -gesetzte Worte deuten fast poetisch an und gepaart mit der Phantasie des Lesers entstehen die Bilder, die die Nerven kitzeln.


Red. Uckermark Kathrin Putzbach-Timm 23.11.2015


Stadtbibliothek Oranienburg, 11. März 2015

Blog-Beitrag und Fotos von Jennifer Bonk



Auch ein Verband kann kleidsdam sein ... Nur vier Tage zuvor hatte es nach 40 Jahren Holzhacken einen ersten kleinen Fehlschlag gegeben. Alles Recherche! Drei Tage Krankenhaus-Haft geben den Stoff für den Beginn von Pauluthkrimi zwei.



Fontane-Buchhandlung Neuruppin, 18.1.2015

MAZ, Ruppiner Tagblatt, 21.1.2015

Buchpremiere "Das spanische Medaillon", Neuruppin

MAZ Neuruppin 17./18.11.2012
MAZ Neuruppin 17./18.11.2012
Ruppiner Anzeiger 17.11.2012
Ruppiner Anzeiger 17.11.2012

Alte Feuerwache Eichwalde, 26.10.2012

Angenehme Erschöpfung nach getaner Arbeit
Angenehme Erschöpfung nach getaner Arbeit

Der Kulturverein Kind und Kegel hatte eingeladen, und alle kamen. Ein Medley aus typischen Langustier-Krimistellen (Mord am Hof, Ermittlung, Küche,Tafelszene,Technik im 18.Jhdt., In der Anatomie, Gefahr für den Helden) wurde mit vielen Lachern und Beifall bedacht. Die Zuhörerinnen und Zuhörer harrten anderthalb Stunden aus und stellten noch gut eine halbe Stunde lang interessierte Fragen. Danke für diesen entspannten Abend und für das tolle Plakat!

Dominic Raacke las aus "Schwefelgelb", Berlin

 

Benefiz-Lesung für Berliner Kältehilfe

 

Am 6. Juli las Tatort-Schauspieler Dominic Raacke aus Tom Wolfs PreußenKrimi Schwefelgelb - Mörderische Kälte im Haus Schöneweide. Gelesen wurde für einen guten Zweck: die Berliner Kältehilfe.

 

Im Juli, August sowie September sollen mit Sommernachtlesungen Spenden für das Projekt Frostschutzengel der Berliner Kältehilfe gesammelt werden. Veranstaltungsort ist das Obdachlosenheim Haus Schöneweide. Die Lesung aus Schwefelgelb war der Auftakt der Lesereihe.

Schloss Charlottenburg / Potpourri

Goslar, Ratsdiele!

Kurze Nacht der Museen Frankfurt / Oder

Die Geschenke: Wein, Pilze und eine Zeichnung des bekannten Eulenspiegel-Karikaturisten Harald Kretzschmar. 

Fulda, Vonderau-Museum (Leseland Hessen)

Marburger Krimifestival

 

Vor annähernd 90 gebannt lauschenden Zuhörern präsentierte der Berliner Autor Tom Wolf seinen neuen Roman „Kristallklar“ zum Marburger Krimifestival im Hinterländer Brauhaus in Wolzhausen.

 

In der ihm eigenen leicht antiquierten, hoch komplexen und vielschichtigen Sprache entführte Wolf die Krimifans an den Hof von Friedrich dem Großen. In seinem mittlerweile zehnten „Preußenkrimi“ lässt der Autor seinen inzwischen 84-jährigen Romanhelden, den Meisterkoch und Gelegenheitsdetektiv Honoré Langustier, ein weiteres – und wohl auch letztes Mal – in den Dienst des Alten Fritz treten.

 

Dabei muss Langustier nicht nur den sterbenskranken König bekochen, sondern auch einen mysteriösen Doppelmord aufklären, in den eine amerikanische Gesandtschaft und der königliche Bruder selbst verwickelt sind. Zur Seite stehen ihm dabei der Graf von Mirabeau, der eigentlich in ganz anderer, geheimer Mission tätig ist und Langustiers Ur-Enkelin Gerardine.

 

Gekonnt vermischt der 1964 in Bad Homburg geborene Schriftsteller dabei Fiktion mit historischen Fakten und würzt das Ganze mit Hinweisen auf die Haute Cuisine des 18. Jahrhunderts, so wie sie auch am preußischen Hof geschätzt wurde. Neben einem grundlegenden Wissen über den Preußenstaat war bei den Zuhörern vor allem Konzentration von Nöten, um den virtuosen Sprachspielereien des promovierten Literaturwissenschaftlers folgen zu können. ...

 

Die herausstechendste Persönlichkeit der Geschichte war aber jedem Anwesenden bekannt: ... Friedrich der Große ... Wolf gelang es, den großen Herrscher ... als einen Quell von Verve und Witz erscheinen zu lassen. Am Ende bekam der Alte Fritz, was er wollte: Kulinarische und kriminalistische Erfüllung. ...

 

MARTINA WESTERMANN

 

Bad Münstereifel, Restaurant Alte Gerberei

 

Hervorragendes Essen! Auf dem Podium ganz allein zu speisen, war ein Novum.

 

Was meinte die Presse?  


Bad Münstereifel

Einen genussvollen Auftakt zum Münstereifeler Krimiwochenende bereiteten am Freitagabend Sonja Brück und Stephan Nussbaum den rund 30 Gästen in ihrem Restaurant „Alte Gerberei“. Mit dem Berliner Autor Tom Wolf hatten die beiden Münstereifeler Gastronomen einen ausgewiesenen Experten in Sachen Krimi und Kulinarik zu Gast. Der Literaturwissenschaftler und Germanist war zwei Jahre lang verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Häuptling Eigener Herd“.

Herausgeber der literarisch-kulinarischen Quartalszeitschrift, die seit 1999 erscheint, sind der Satiriker Wiglaf Droste und der Sterne-Koch des Stuttgarter Gourmet-Restaurants „Wielandshöhe“, Vincent Klink, der auch zum Vorbild für die Hauptfigur in Wolfs Romanen avancierte: ein Koch mit dem beziehungsreichen Namen Honoré Langustier, Zweiter Hofküchenmeister und Vertrauter des Preußenkönigs Friedrichs des Großen. Im Jahr 2001, als die Gründung Preußens 300 Jahre zurücklag, erschien Wolfs erster „Preußenkrimi“ mit dem Titel „Königsblau“ im Berliner „Be.bra-Verlag“.

Seitdem umfassen die mittlerweile zehn Bände mal mehr, mal weniger chronologisch die gesamte Regierungszeit des „Alten Fritz“, dessen Küchenzettel heute ebenso legendär sind wie seine opulenten Tafelrunden mit handverlesenen Gästen. Gerne reichert Wolf, der selbst ein leidenschaftlicher Koch ist, die historischen Speisenfolgen in seinen Romanen mit eigenen Rezepten an. Diese wiederum ließen den Münstereifeler Gästen das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Heimtückisches Schokoladengebäck

Das Menü in der „Alten Gerberei“, bei dem unter anderem ein Hirschrücken unter der Maronenkruste serviert wurde, stand den preußischen Gaumenfreuden in nichts nach. Während bei Langustier auch schon mal ein Fleischspieß oder ein heimtückisches Schokoladengebäck in Form vergifteter Katzenzungen zum Mordinstrument wird, hatte man beim Münstereifeler „Feigenpunsch mit Walnusseis“ hingegen wenig zu befürchten.

Zwischen den Gängen servierte Wolf dann einige Passagen aus dem letzten Langustier-Roman „Kristallklar“, bei dem der Hofküchenmeister, der sich im längst verdienten Ruhestand befindet, vom König selbst wieder in Dienst gestellt wird, um den mysteriösen Tod seines Kollegen aufzuklären. Einmal mehr zeigte sich Langustier hier als sympathisch-chaotischer Ermittlertyp, der den Fall wie nebenbei löst, während er in der Küche seine Leckereien bruzzelt.

Mit Langustiers Enkelin Gerardine de Lalande hat Tom Wolf ermittlungstechnisch bereits vor einiger Zeit eine erfolgreiche Nachfolgerin ins Rennen geschickt. Drei weitere Romane sind zurzeit in Planung. Die kulinarischen Verdienste von Friedrich dem Großen hatte Heinz Erhardt übrigens einst in einem heiteren Gedicht verewigt: „Vom Alten Fritz, dem Preußenkönig, weiß man zwar viel, doch viel zu wenig. So ist zum Beispiel nicht bekannt, dass er die Bratkartoffeln erfand! Drum heißen sie auch - das ist kein Witz - Pommes Fritz.“

 

 

Salzwedel

 

 

 

 

Hören wir dazu den Nachschlag des "Preußischen Landboten": Daß das Echo auf eine jüngst stattgefundene Lesung Tom Wolfs von Seiten der lokalen Presse verhalten ausfiel, sagt weniger etwas über die Qualität von Autor und Werk, sondern mehr darüber, in welchem Umfange der merkantile, weltläufige und gewandte Geist die altmärkische Doppelstadt verlassen und einem von seinen Äckern und Wiesen und den Wassern der Jeetze eingeschlossenen Ackerbürgertum Platz gemacht hat. Diese biederen Bürger würden wohl nicht einmal Hemingway erkennen, wenn er das Leben ihrer rührigen Ahnen thematisiert hätte, der Ahnen, denen die Soltwedelschen doch ihren imposanten mittelalterlichen Stadtkern zu danken haben und die im Aufbruch des Frühkapitalismus sogar einst den ewig in Finanznöten steckenden Feudalherren um den Preis des eigenen Lebens den Kampf ansagten – unter anderem im sogenannten Bierkrieg nämlich von 1488.

 

In Salzwedel herrschte eine eigentümlich autorenfeindliche Atmosphäre, die ich in Gardelegen später noch drastischer erlebte (man hatte vor meiner einstündigen Lesung bereits anderthalb Stunden lang seltsames Hobbytheater vorgeführt, daher war die Aufmerksamkeit gleich Null - als einige Zuhörer während meiner Lesung anfingen grundlos zu lachen und zu reden, fragte ich, was so lustig sei. Ach, es war grauenhaft)! Immerhin: In Salzwedel schlief ich in einer liebevoll überladenen "Preußensuite" mit Alkoven. In so einem Schrankbett liegt man bei geschlossenen Türen wie im Nobelsarg ...


Goslar, Weltkulturerbe Rammelsberg

Auf dem Höhepunkt der Karriere?

 

Autorengipfel auf dem Brocken im Harz nach dem Finale des Literaturfestivals MordsHarz 2011.

 

Corinna Klengel in der Mitte - die Herren von rechts nach links: Rüdiger A. Glaesser, Roland Lange, Vincent Kliesch und ich.

Paretzer Scheune

 

Verdammt, der offene Kamin in meinem Rücken war ein Vorgeschmack auf die Hölle ...Just kidding: Es war wunderbar! Tolles Publikum, toller Raum. Und das Prasseln des Kamins erweckte das Gefühl, zu Hause zu sein.

 

Liebenberger Literaturherbst 2011

Nun ja, und hierzu muss ich sagen, dass mich der Unsichtbare neben mir doch schwer irritierte ...) Aber das Publikum scheint ihn nicht gesehen zu haben und war ganz angetan, glaube ich.

 

 

 

Minden, ehemalige Defensionskaserne


Tom Wolf las am 17.2.2012 im Preußen-Museum Minden

 

Der Alte Fritz schaut dem Autor etwas missmutig über die Schulter. "Dies ist eine illustrierte Lesung" frotzelt Tom Wolf am Mittwochabend im Preußen-Museum.

 

Auf der anderen Seite sitzen ihm zwar nur gut 20, dafür freundlich blickende Menschen gegenüber. Dabei vermittelte dieser Auftritt deutlich mehr Zeitkolorit, als der des Fritz-Doubles vor gut drei Wochen bei der Fördergesellschaft des Museums.

 

Elf Krimis, die am Hof Friedrichs II. spielen, hat Wolf mittlerweile verfasst und sich während der Arbeit viel Spezialwissen zu dieser Epoche angeeignet. So habe er ein sehr hilfreiches Werk über den Aufbau des preußischen Polizeiapparates entdeckt, berichtet Wolf im Anschluss an die Lesung. Das hätte er gerne schon bei seinem ersten Preußen-Krimi gekannt, gesteht er, betont aber zugleich, dass er fiktionale Geschichten schreibe.

 

In Minden stellte der studierte Germanist, der elf Monate Lektor von Vincent Klinks literarisch-kulinarischer Vierteljahresschrift "Häuptling eigener Herd" war, sein Buch "Glutorange" vor. Das spielt im Jahr 1760, als russische Truppen Berlin überfallen, während der König mit seinen Soldaten in Schlesien kämpft. Wolf lässt Friedrich in einem deutsch-französischen Kauderwelsch parlieren, beschreibt anschaulich eine Begegnung Friedrichs mit seinen Untertanen in einem Wirtshaus oder minutiös den Tod des Kunstmalers Feudras und die Erkenntnisse, die sein Freund, der zweite Hofküchenmeister Langustier mithilfe des Arztes Schmücker aus der Untersuchung des verkohlten Leichnams gewinnt.

 

Eine Lesung aus einem Roman kann immer nur Schlaglichter auf das Werk setzen. Die von Wolf gesetzten erweisen ihn als einen amüsanten und lebendigen Erzähler. URSULA KOCH, Mindener Tageblatt

 

 

 

Am Schluss noch ein Blick zurück auf die Anfänge

Hechingen 1999
Hechingen 1999
Tübingen 1995
Tübingen 1995